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Zur Geschichte

Die Bezeichnung Akupunktur kommt aus dem Lateinischen von „acus“ (die Nadel) und von „pungere“ (stechen). Die Methode ist einige tausend Jahre alt, selbst „Ötzi“, die über 5000 Jahre alte Mumie aus dem Gletscher weist Tätowierungen auf, die exakt Akupunkturpunkten entsprechen.
Mitte des 20. Jhdts wurde diese Therapiemethode langsam wiederentdeckt, und 1972 nach einer Reise von Präsident Nixon nach China begann sie endgültig bei uns Fuß zu fassen. Primär wurde die Methode von
der westlichen Medizin abgelehnt, da sich kaum Gemeinsamkeiten mit unserem herkömmlichen medizinischen System finden.

Es kam zur Gründung von 2 Schulen der Akupunktur in Wien. Die eine Schule übernahm die chinesische Form und das dazugehörige Gedankengut (König-Wancura), die andere (sog. „Wr. Schule der Akupunktur“ von Prof. Bischko) versuchte die Methode in die westliche Medizin zu integrieren. Mittlerweile ist die Akupunktur seit 1987 vom Obersten Sanitätsrat als wirksame Therapiemethode anerkannt.

Die Akupunktur ist eine ganzheitliche Therapiemethode
, bei der über bestimmte Hautpunkte die körpereigenen Regulationsvorgänge beeinflusst werden können. Diese Hautpunkte befinden sich auf 12 Linien, die in Längsrichtung auf der Körperoberfläche verlaufen und „Meridiane“ genannt werden. Meridiane sind nachweisbare Energiekanäle, in denen „Qui“, die Lebensenergie fließt. Diese Energiekanäle stehen mit den inneren Organen in Verbindung und sind zum größten Teil auch nach diesen benannt. Sie stehen aber auch untereinander in Verbindung und lassen eine tageszeitliche Rhythmik erkennen. Nun kann es in diesem Meridiansystem zu Blockaden und Stauungen des Energieflusses („Qui-Fluss“) kommen, welche sich als Schmerzen oder andere Störungen bemerkbar machen.

Durch das Setzen von Reizen
an bestimmten Punkten durch Nadeln, Laserlicht, Massage oder Injektion wird der Selbstheilungsmechanismus des Körpers in Gang gebracht, und die Lebensenergie im Meridiansystem kann wieder fließen, Schmerzen verschwinden.

Auch über andere Bereiche des menschlichen Körpers lassen sich die inneren Organe beeinflussen, bekannt sind die


Ohrakupunktur: an der Ohrmuschel sind sämtliche Teile des Körpers repräsentiert und können so mit Hilfe von Nadel oder Laser beeinflusst werden.
Schädelakupunktur: auch am Kopf finden sich alle Körperzonen

Fußreflexzonentherapie: eine sehr bekannte Methode, bei der die entsprechenden Zonen an der Fußsohle massiert werden
Handakupunktur, u.a.m.

Nadel-Akupunktur darf in Österreich nur von ÄrztInnen durchgeführt werden. Das ÖÄK-Diplom für Akupunktur wird nur KollegInnen verliehen, die sich einer mehrjährigen Ausbildung mit Abschlussprüfung an einer der Schulen unterzogen haben.
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